Maschinendiagnose 2 (Level 2)

Elektromotoren sind oftmals Kernstück der Produktion. Fallen derartige Komponenten aus, entstehen enorme Kosten. Eine vertiefende Maschinendiagnose hilft vorzubeugen.


Thema – Vertiefende Schwingungsdiagnose an Elektromotoren, Getrieben und Gleitlagern

Dieses Seminar baut auf die Kenntnisse des Seminars Maschinendiagnose Level 1 auf.

In dem zweitägigen Seminar "Vertiefende Schwingungsdiagnose an Elektromotoren, Getrieben und Gleitlagern" werden verschiedene Möglichkeiten

zur Diagnose von Elektromotoren vorgestellt sowie Grundlagen für die Beurteilung von Verzahnungen an Getrieben und Möglichkeiten der Gleitlagerdiagnose behandelt.

Es werden Verfahren speziell für die Diagnose von Elektromotoren, mit deren Hilfe Schädigungen an Rotorstäben und Wicklungen diagnostiziert werden können, gezeigt.

Weiterer Schwerpunkt ist auch die Wälzlagerdiagnose an frequenzgeregelten Maschinen.

Ebenso werden Möglichkeiten der detaillierten Zustandsbeurteilung auf Basis von Schwingungsmessungen für Verzahnungen in Getrieben und an Gleitlagern erläutert.

Wir gehen ausserdem auf die Herausforderung an die Diagnose hervorgerufen durch den Einsatz von Wasserstoff in Produktionsanlagen sowie auf das Thema Kavitation ein.

An Hand von Experimenten und Beispielen werden die Techniken zur Zustandsbestimmung erklärt und die notwendigen schwingungs- und maschinenbautechnischen Zusammenhänge dargestellt.

Dabei gehen wir gern auch auf Fragen und Erfahrungen unserer Teilnehmer bzgl. der Zustandsbestimmung ein und diskutieren diese. Wenn Sie also ein aktuelles Problem haben, bringen Sie es einfach mit!


Teilnehmer

  • Meister, Techniker und Ingenieure in der Instandhaltung und im Service, sowie Mitarbeiter der Qualitätssicherung, Forschung, Entwicklung und Konstruktion, die mit der Maschinendiagnose vertraut sind.
  • maximal 20 Personen

SeminarInhalt

Ein Schwerpunkt in dem 2-tägigen Seminar ist die Erkennung von Schädigungen an Elektromotoren, wie Wicklungsfehler, Masseschluss, gebrochene Rotorstäbe, Spannungsunwucht und Wellenspannung.

Es werden verschiedene Verfahren für die Zustandsdiagnose wie Schwingungsmessungen, Magnetfeldanalyse, Erfassen von Strom, Spannung und Temperatur diskutiert und in Experimenten zum Einsatz gebracht.

In diesem Zusammenhang wird auch auf das Auftreten von Stromdurchgängen durch die Lager sowie mögliche Gegenmaßnahmen eingegangen.

Ferner werden die Einflussfaktoren auf die Grenzwertbestimmung zur Wälzlagerüberwachung an drehzahlgeregelten Maschinen erläutert.

Durch eine Vielzahl von Beispielen aus der langjährigen Praxis wird die Thematik veranschaulicht.

Bei der Diagnose von Verzahnungen stehen die Berechnung von Fehlerfrequenzen an Stirnrad- und Planetengetrieben, wie Zahneingriffsfrequenz, Frequenz gleicher Zahnstellung, Zahnwiederholfrequenz ebenso wie deren Nachweis im Mittelpunkt.

Zur Beurteilung von schnell bzw. langsam drehenden Getriebestufen wird die Eignung verschiedener Verfahren wie "normale" FFT, Hüllkurvendemodulation oder Drehwinkelmessung vorgestellt und in anschaulichen Experimenten gezeigt.

Des Weiteren wird das Auftreten von Ölwirbeln sowie Sub- und Interharmonischen bei Gleitlagerfehlern an Praxisbeispielen erläutert.

Der Einsatz von Wasserstofftechnologien stellt erhöhte Ansprüche an die Diagnose von Lagern - Wir zeigen Praxisbeispiele.

Ein weiterer Punkt betrifft die Kavitation und deren Nachweis im Schwingungsspektrum.

Wir stellen die Grenzwerte der Normen VDI 2060 bzw. ISO 21940 sowie VDI 2056 bzw. DIN 10816-3 gegenüber.

 

Die Überwachung von Maschinenschwingungen mit einem Pegelmessgerät muss gut überlegt werden. Fallen Störschwingungen, wie der Drehklang bei Drehkolbenmaschinen in den zu überwachenden Frequenzbereich, wird das Messergebnis massgeblich hiervon beeinflusst und eine sinnvolle Aussage ist nicht gegeben.